Projekt "Wildvogelpflegestelle" des "Project Blue Sea e.V." aus Herne

Der in Herne ansässige Verein ‚Project Blue Sea e.V.’ kümmert sich im Rahmen seiner Vereinsarbeit bereits seit über fünfzehn Jahren europaweit um die Versorgung und intensive Pflege von verölten Seevögeln. Durch diese Tätigkeit erlangte er auch im regionalen Umfeld große Aufmerksamkeit und Bekanntheit, so dass er sich schließlich seit 2006 auch immer wieder der Versorgung von gemeldeten Vögeln annahm, die durchBild 3 Blässrallenküken in der Aufzucht Schmierfette oder auch durch Angelhaken und Schnüre verletzt wurden. Nun war der nächste Schritt nicht mehr weit, und die Mitarbeiter von ‚Project Blue Sea’ engagierten sich nach vermehrten Anfragen des örtlichen Ordnungsamtes, zahlreicher Tierärzte, Wildtierschutzeinrichtungen und auch Privatpersonen fortan auch im Bereich der Pflege und Aufzucht von verletzten und hilfsbedürftigen Wildvögeln. Durch das ehrenamtliche Engagement der aktiven Vereinsmitglieder von ‚Project Blue Sea’ wurden nach und nach Volieren gebaut und ein Behandlungsraum für die gefiederten Patienten geschaffen.

Die weitere Versorgung der Tiere war in Gefahr, da ein Wasserschaden ein Dach undicht werden ließ, Aus– und Umbaumaßnahmen notwendig wurden, und Equipment zur Gewährleistung einer professionellen Arbeitsweise fehlte. Um den zukünftigen Betrieb und den räumlichen Ausbau der spezialisierten Pflegestelle gewährleisten zu können, bemühte sich der Verein um die Gewährung einer Projektförderung durch die Europäische Tier– und Naturschutz-​Stiftung. Der Antrag auf Projektförderung wurde bewilligt, damit der Verein dringend notwendige Aus– und Umbaumaßnahmen im Bereich des Pflegeraums sowie der Futterküche vornehmen kann. Im Außenbereich müssen der Ausbau von Volierenunterbringungen sowie eine wichtige Dachreparaturarbeit erledigt werden. ‚Project Blue Sea’ will diese Arbeiten soweit wie möglich in Eigenleistung erbringen. Die Wildvogelpflegestelle benötigt zudem einen Brutschrank, einen abschließbaren Medikamentenschrank und einige Regaleinheiten. Neben den Um– bzw. Ausbaumaßnahmen muss der laufende Betrieb der Pflegestelle, sprich die Betreuung, Verpflegung und die tierärztliche Versorgung der Pfleglinge gewährleistet sein, wobei die zu erwartende Anzahl der Tiere im Projektförderzeitraum laut Erfahrung bei ungefähr 125 Tieren liegen dürfte.

Nach Bewilligung der Förderung freute sich die Leiterin der Wildvogelpflegestelle, Silvana Schneider, gemeinsam mit ihren Mitstreitern über diese großartige Unterstützung: „Wir haben bereits die notwendigen Dachreparaturen durchgeführt, und in diesem Herbst und Winter, wenn unsere Patienten das Haus verlassen haben, werden die weiteren Innenarbeiten erledigt. Auch eine dringend benötigte Aufzuchtbox konnten wir schon günstig finden.“


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